BioNTech schließt neue Kooperation zur Entwicklung von HIV- und Tuberkulose-Impfstoffen

— Bill & Melinda Gates Stiftung investiert 55 Millionen US-Dollar in Kollaboration zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten; Option auf bis zu 100 Millionen US-Dollar Gesamtfinanzierung–

MAINZ, Deutschland–(BUSINESS WIRE)–BioNTech SE, ein Biotechnologieunternehmen, das sich auf die klinische Entwicklung von patientenindividuellen Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und anderen schweren Erkrankungen fokussiert, hat heute eine Partnerschaft mit der Bill & Melinda Gates Stiftung (Gates Stiftung) für die Entwicklung von HIV- und Tuberkulose-Impfstoffen bekanntgegeben. Die neuen Impfstoffprogramme erweitern das Produkt-Portfolio von BioNTech im Bereich der Infektionskrankheiten. Im Rahmen der Vereinbarung wird BioNTech innerhalb der kommenden Woche eine erste Kapitalinvestition von 55 Millionen US-Dollar erhalten. Die Finanzierung dient der Entwicklung von präklinischen Impfstoff- und Immuntherapiekandidaten für HIV- und Tuberkulose-Infektionen, die präventiv eingesetzt werden und im Fall von HIV eine dauerhafte Remission ohne antiretrovirale Therapie ermöglichen sollen. Durch zusätzliche zukünftige Finanzierungsvereinbarungen könnten sich die Gesamtinvestitionen der Gates Stiftung auf bis zu 100 Millionen US-Dollar belaufen. Die Investitionen könnten für die klinische Entwicklung der Produktkandidaten sowie die Initiierung neuer Projekte in diesem Indikationsbereich verwendet werden.

„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Gates Stiftung und den Zugang zum hervorragenden Netzwerk an Infektionsspezialisten, das die Stiftung aufgebaut hat“, sagt Prof. Dr. Ugur Sahin, CEO von BioNTech. „Die Bekämpfung schwerer Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und HIV-Infektionen steht im Einklang mit unserer Mission, das Potential unserer Immuntherapieansätze nicht nur bei Krebs, sondern auch darüber hinaus in weiteren Krankheitsbereichen mit hohem medizinischen Bedarf einzusetzen.“

„Trotz der seit 1990 bemerkenswerten Verbesserung der Gesundheit weltweit sind die derzeitigen Ansätze zur Prävention und Behandlung von Tuberkulose – der weltweit häufigsten Todesursache durch Infektionskrankheiten – und HIV nach wie vor unzureichend“, sagt Lynda Stuart, Deputy Director, Vaccines and Human Immunobiology, Discovery and Translational Sciences der Gates Stiftung. „BioNTechs innovativer mRNA-basierter Ansatz und das unternehmenseigene tiefe Verständnis des Immunsystems bieten spannende Möglichkeiten, effektive neue immunbasierte Therapien zu entwickeln, um die globale Inzidenz von HIV und Tuberkulose drastisch zu reduzieren. Wir sind davon überzeugt, dass diese Partnerschaft unser Portfolio an innovativen Ansätzen erweitern wird und einen wesentlichen Beitrag leisten kann.“

Im Rahmen der Vereinbarung wird die Identifizierung potenzieller Impfstoff- und Immuntherapiekandidaten für HIV und Tuberkulose sowie deren präklinische Entwicklung finanziert. Die Partnerschaft ermöglicht es BioNTech, seine Infrastruktur im Bereich der Infektionskrankheiten, einschließlich der Entwicklung von Plattformen, weiter auszubauen. Außerdem besteht die Möglichkeit, drei zusätzliche neue Programme in diesem Portfolio-Bereich zu initiieren. Alle Programme werden die proprietären Plattformen von BioNTech nutzen. Das Unternehmen wird die Rechte für die Vermarktung der Impfstoff- und Immuntherapiekandidaten in den etablierten Gesundheitsmärkten der Welt behalten und die Impfstoffe kostengünstig für Hochrisikopopulationen in stark betroffenen Ländern zur Verfügung stellen.

Über BioNTech

BioNTech SE wurde 2008 auf dem fundamentalen Verständnis gegründet, dass jeder Tumor einzigartig ist und daher auch die Behandlung eines jeden Patienten individuell gestaltet werden sollte. Die führenden Technologien des Unternehmens reichen von individualisierten Wirkstoffkandidaten auf mRNA-Basis und Therapien, die auf innovativen chimären Antigen- oder T-Zell-Rezeptoren beruhen, bis zu neuartigen Checkpoint-Immunmodulatoren, zielgerichteter Krebsantikörper und niedermolekularen Wirkstoffen. Der Ansatz von BioNTech ist durch sieben Kollaborationspartnerschaften mit großen Pharmafirmen wie (in chronologischer Reihenfolge) Eli Lilly and Company, Genmab, Sanofi, Bayer Animal Health, Genentech, einer Tochtergesellschaft der Roche Gruppe, Genevant und Pfizer, sowie über 150 wissenschaftliche Publikationen, validiert. Zu BioNTechs Investoren gehören das Strüngmann Family Office als Mehrheitsanteilseigner sowie Fidelity Management & Research Company, Invus, Janus Henderson Investors, MIG Fonds, Redmile Group, Salvia, Mirae Asset Financial Group, Platinum Asset Management, Jebsen Capital, Steam Athena Capital, BVCF Management und mehrere europäische Family Offices.

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