Ehemaliger Vizepräsident nennt drei Faktoren für Taiwans erfolgreiche Bekämpfung von COVID-19

TAIPEH, Taiwan–(BUSINESS WIRE)–Warum hat Taiwan trotz seiner geografischen Nähe zu China die Coronakrise so gut im Griff? Taiwans ehemaliger Vizepräsident Chen Chien-jen hat einige Antworten.


„Meiner Meinung nach haben drei wichtige Faktoren dazu beigetragen: ein besonnener Umgang mit COVID-19, sofortige Maßnahmen in verschiedenen Situationen und vorausschauende Planung angesichts einer Krise“, sagte Chen in einem Webcast-Programm, das von der Talent Circulation Alliance und dem American Institute am 24. Juni in Taiwan produziert wurde.

So habe Taiwan von der Situation in Wuhan, wo das Coronavirus Ende 2019 erstmals auftauchte, beispielsweise durch ein Bulletin-Board-System in Taiwan erfahren und aus dieser Stadt kommende Passagiere sofort kontrolliert, so Chen.

Taiwan habe zudem unverzüglich mit der Ergreifung von Maßnahmen zur Verhinderung von Krankenhausinfektionen begonnen, die Rückverfolgung von Kontakten verbessert und Personen, die engen Kontakt zu bestätigten Fällen hatten, unter Quarantäne gestellt, so der Epidemiologe Chen Chien-jen.

Darüber hinaus trug die Einbeziehung des Zentralen Epidemie-Kommandozentrums in die Koordinierung der Regierungsmaßnahmen, die Anforderung von Gesichtsmasken und die Bereitstellung von medizinischen Hilfsgütern zum Erfolg Taiwans gegen COVID-19 bei, ergänzte Chen.

Taiwan war in der Lage, seine tägliche Produktionskapazität für chirurgische Masken in etwas mehr als einem Monat von 1,88 Millionen auf 20 Millionen erhöhen.

Die ausführliche Regierungserläuterung der Präventionsmaßnahmen gegen Coronaviren gab der Öffentlichkeit das Vertrauen in ihre Fähigkeit zum Umgang mit der Situation. So hielten sich die Menschen an die Anweisungen der Regierung wie häufiges Händewaschen, Tragen von Gesichtsmasken und Einhaltung der Quarantänevorschriften zu Hause, sagte er.

Chen, der im Jahr 2003 Gesundheitsminister Taiwans während des Ausbruchs des schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS) war, unterstrich zudem die Bedeutung der Mobilität von Talenten bei der Zusammenarbeit zur Prävention der Epidemie.

„Kein Land kann eine neue übertragbare Krankheit allein bekämpfen“, sagte Chen.

So habe Taiwan angesichts des SARS-Ausbruchs beispielsweise keine Hilfe von der WHO erhalten, da es weiterhin von der UN-Sonderorganisation ausgeschlossen sei, erläuterte Chen. Glücklicherweise konnte Taiwan mit der Unterstützung von 20 von den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Preventionfür entsandten Spezialisten die Gesundheitskrise überwinden, sagte er.

In der Zwischenzeit nutzten die US-Spezialisten ihre Erkenntnisse aus Taiwan für ihr eigenes Land und trugen zur Festlegung von Standardverfahren für den Umgang mit SARS in Amerika bei, sagte Chen. „Es könnte eine bessere Welt geben, wenn die Menschen miteinander kooperieren, Talente mobilisieren und Technologien teilen.“

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