Europäische Kommission erteilt Zulassung für ALUNBRIG® (Brigatinib) von Takeda als Erstlinientherapie bei ALK-positivem NSCLC

– Zulassung aufgrund positiver Ergebnisse der Phase-3-Studie ALTA-1L, die für ALUNBRIG eine Überlegenheit sowohl bei der allgemeinen als auch der intrakraniellen Wirksamkeit im Vergleich zu Crizotinib bei der Erstlinienbehandlung zeigte –

– Erweiterte Indikation bedeutet weitere Erstlinienoption für die etwa 10.000 Menschen mit ALK-positivem NSCLC in Europa –

CAMBRIDGE, Massachusetts, und OSAKA, Japan–(BUSINESS WIRE)–Takeda Pharmaceutical Company Limited (TSE:4502/NYSE:TAK) gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission (EK) die derzeitige Marktzulassung von ALUNBRIG (Brigatinib) auf die Verwendung als Monotherapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit ALK-positivem (anaplastische Lymphomkinase), fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) erweitert hat, der zuvor nicht mit einem ALK-Inhibitor behandelt wurden. Diese Entscheidung folgt einer positiven Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) vom 27. Februar 2020.

Patienten mit ALK-positivem NSCLC, insbesondere solche mit Hirnmetastasen, benötigen zusätzliche Behandlungsoptionen mit erwiesener Wirksamkeit in der Erstlinienbehandlung“, sagte Professor Sanjay Popat, Consultant Medical Oncologist, Royal Marsden NHS Foundation Trust. „Durch den Nachweis der Überlegenheit von Brigatinib gegenüber Crizotinib bei dieser Indikation und auch bei Patienten, deren Krankheit das Gehirn angegriffen hat, ist diese Zulassung ein wichtiger Fortschritt für diese Patienten. Zudem erhalten Ärzte in der Europäischen Union eine weitere Option, um die Bedürfnisse von Patienten mit ALK-positivem NSCLC zu erfüllen.”

Unser Engagement für die Patienten Takeda spornt uns an, ihre Versorgung zu verbessern und auf den ungedeckten Bedarf von Lungenkrebspatienten einzugehen“, erklärte Teresa Bitetti, President, Global Oncology Business Unit von Takeda. „Wir sind stolz auf die positiven Ergebnisse von ALUNBRIG bei der Erstlinienbehandlung, sowohl in Bezug auf die allgemeine als auch der intrakranielle Wirksamkeit, und freuen uns darauf, ALUNBRIG für Patienten mit neu diagnostiziertem, ALK-positivem NSCLC in Europa zur Verfügung zu stellen.“

Der ALK-positive NSCLC ist eine komplexe und vielschichtige Krankheit, und Menschen mit dieser Lungenkrebsform profitieren davon, wenn eine Vielzahl von Behandlungsoptionen zur Verfügung steht“, sagte Stefania Vallone, President von Lung Cancer Europe (LUCE). „Wir begrüßen die Verfügbarkeit weiterer Behandlungsoptionen, die der europäischen Krebsgemeinschaft und Patienten mit dieser schweren und seltenen Krankheitsform zugutekommen, und hoffen zudem, dass sie bald für Patienten in ganz Europa zugänglich sein werden.“

Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Phase-3-Studie ALTA-1L, in der die Sicherheit und Wirksamkeit von ALUNBRIG im Vergleich zu Crizotinib bei Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC untersucht wurden, die zuvor nicht mit einem ALK-Inhibitor behandelt wurden. Die Ergebnisse der Studie belegen eine Überlegenheit von ALUNBRIG gegenüber Crizotinib im Hinblick auf die Antitumorwirkung bei Patienten mit Hirnmetastasen zu Beginn der Erkrankung. Gemäß der Bewertung eines gegenüber der Behandlung verblindeten, unabhängigen Prüfkomitees (BIRC) wurde nach mehr als zwei Jahren Follow-up das Risiko eines intrakraniellen Fortschreitens der Erkrankung oder des Todes bei Patienten mit Hirnmetastasen zu Beginn der Studie um 69 % (Hazard Ratio [HR] = 0,31, 95 % KI: 0,17-0,56) mit ALUNBRIG gesenkt. Außerdem wurde gemäß der Bewertung durch die Prüfärzte das Risiko des Fortschreitens der Krankheit oder des Todes bei Patienten mit Hirnmetastasen zu Beginn der Studie (HR = 0,24, 95% KI: 0,12-0,45) um 76% gesenkt. ALUNBRIG zeigte der Bewertung des BIRC zufolge zudem eine konsistente Gesamtwirksamkeit („Intention to treat“-Population) bei einem mehr als doppelt so langen medianen, progressionsfreien Überleben (PFS) von 24,0 Monaten (95 % KI: 18,5-NE) gegenüber 11,0 Monaten (95 % KI: 9,2-12,9) für Crizotinib bzw. von 29,4 Monaten (95 % KI: 21,2-NE) versus 9,2 Monaten (95 % KI: 7,4-12,9) gemäß Bewertung der Prüfärzte.

Das Sicherheitsprofil von ALUNBRIG in der ALTA-1L-Studie entsprach generell der bestehenden europäischen Zusammenfassung der Produktmerkmale (SmPC). Die häufigsten, therapiebedingten Nebenwirkungen (TEAEs) mit Schweregrad ≥3 im ALUNBRIG-Arm waren erhöhte CPK-Werte (24,3 %), erhöhte Lipase-Werte (14,0 %) und Bluthochdruck (11,8 %). Bei Crizotinib waren die ALT- (10,2 %), AST- (6,6 %) und Lipase-Werte (6,6 %) erhöht.

Mit dieser Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur hat ALUNBRIG bei dieser Indikation nun in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie in Norwegen, Liechtenstein und Island die Marktzulassung erhalten. Weitere Einzelheiten zu dieser Entscheidung finden Sie auf der Website der Europäischen Arzneimittelagentur: www.ema.europa.eu/ema.

Über die ALTA-1L-Studie

Bei der Phase-3-Studie ALTA-1L (ALK in Lung Cancer Trial of BrigAtinib in 1st Line) zu ALUNBRIG bei Erwachsenen handelt es sich um eine weltweit durchgeführte, laufende, randomisierte, offene, vergleichende Multicenterstudie, in die 275 Patienten (ALUNBRIG, n=137, Crizotinib, n=138) mit ALK-positivem (ALK+), lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) aufgenommen wurden, die nicht mit einem ALK-Inhibitor vorbehandelt waren. Die Patienten erhielten entweder einmal täglich 180 mg ALUNBRIG nach einer siebentägigen Einleitungsphase mit einmal täglich 90 mg oder zweimal täglich 250 mg Crizotinib.

Das mediane Alter betrug 58 Jahre im ALUNBRIG-Arm und 60 Jahre im Crizotinib-Arm. Im ALUNBRIG-Arm wiesen 29 % der Patienten Hirnmetastasen zu Studienbeginn auf, im Vergleich zu 30 % im Crizotinib-Arm. Im ALUNBRIG-Arm waren 26 % der Patienten mit einer Chemotherapie bei fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung vorbehandelt, im Vergleich zu 27 % im Crizotinib-Arm.

Der primäre Endpunkt war das von einem Blinded Independent Review Committee (BIRC) beurteilte progressionsfreie Überleben (PFS). Zu den sekundären Endpunkten gehörten die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR) gemäß RECIST v1.1, die intrakranielle ORR, das intrakranielle PFS, das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) sowie die Sicherheit und Verträglichkeit.

Das Sicherheitsprofil von ALUNBRIG in der ALTA-1L-Studie war grundsätzlich mit dem Sicherheitsprofil in den bestehenden US-Verschreibungsinformationen vergleichbar.

Über ALUNBRIG® (Brigatinib)

ALUNBRIG ist ein stark wirksamer und selektiver Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der nächsten Generation, der auf generische Veränderungen der anaplastischen Lymphomkinase (ALK) ansetzt und diese inhibiert. Im April 2017 erhielt ALUNBRIG von der US-Gesundheitsbehörde FDA die beschleunigte Zulassung (Accelerated Approval) für Patienten mit ALK-positivem, metastasiertem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) bei einer Progression während der Behandlung mit Crizotinib oder bei einer Unverträglichkeit von Crizotinib. Die Zulassung für diese Indikation erfolgte im Rahmen eines beschleunigten Zulassungsverfahrens aufgrund der Tumoransprechrate und der Dauer des Ansprechens. Die weitere Zulassung für diese Indikation kann von der Überprüfung und Beschreibung des klinischen Nutzens in einer Bestätigungsstudie abhängig gemacht werden.

ALUNBRIG ist zurzeit in mehr als 40 Ländern, darunter den USA, Kanada und der Europäischen Union, zur Behandlung von Patienten mit ALK-positivem, metastasiertem NSCLC zugelassen, die während der Behandlung mit Crizotinib eine Verschlechterung der Erkrankung verzeichneten oder eine Unverträglichkeit gegenüber Crizotinib aufwiesen.

ALUNBRIG erhielt von der FDA die Breakthrough Therapy Designation für die Behandlung von Patienten mit ALK+ NSCLC, deren Tumore gegen Crizotinib resistent sind, und erhielt von der FDA die Orphan Drug Designation für die Behandlung von ALK+ NSCLC, ROS1+ und EGFR+ NSCLC.

Über den ALK-positiven NSCLC

Der nicht-kleinzellige Lungenkrebs (NSCLC) ist die häufigste Form des Lungenkrebses. Auf ihn entfallen etwa 85 % der geschätzten 1,8 Millionen neuen Fälle von Lungenkrebs, die laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr weltweit diagnostiziert werden.1,2 Genetische Studien ergaben Hinweise darauf, dass bei einer Untergruppe von NSCLC-Patienten auch chromosomale Rearrangements mit Auswirkung auf die anaplastische Lymphomkinase (ALK) eine wichtige Rolle spielen.3 Ungefähr drei bis fünf Prozent der Patienten mit metastasiertem NSCLC weisen ein Rearrangement im ALK -Gen auf.4,5,6

Takeda sieht es als seine Aufgabe an, die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zum NSCLC fortzusetzen, um die Lebensqualität der weltweit etwa 40.000 Patienten, bei denen jedes Jahr diese schwere und seltene Form des Lungenkrebses diagnostiziert wird, zu verbessern.7

Takeda gegen Lungenkrebs

Takeda widmet sich der Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten für ALK-positiven NSCLC und EGFR/HER2-Mutanten. Zu unseren umfassenden Programmen gehören folgende klinischen Studien, die weiterhin auf den ungedeckten Bedarf bei der Versorgung von Lungenkrebspatienten zielen:

ALUNBRIG

  • Phase-1/2-Studie: Prüfung der Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und vorläufigen Antitumorwirkung von ALUNBRIG. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Pivotale Phase-2-Studie ALTA: Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG für zwei Dosierungsschemata bei Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, die eine Krankheitsprogression im Verlauf einer Crizotinib-Therapie zeigten. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-3-Studie ALTA-1L: Globale randomisierte Studie zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG im Vergleich zu Crizotinib bei Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC ohne Vorbehandlung mit einem ALK-Inhibitor. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-2-Studie J-ALTA: Einarmige, multizentrische Studie an japanischen Patienten mit ALK-positivem NSCLC mit Schwerpunkt auf Patienten, die eine Krankheitsprogression im Verlauf einer Alectinib-Therapie zeigten. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-2-Studie ALTA 2: Weltweit durchgeführte, einarmige Studie zur Prüfung von ALUNBRIG bei Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC, die eine Krankheitsprogression im Verlauf einer Alectinib- oder Ceritinib-Therapie zeigten. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-3-Studie ALTA 3: Weltweit durchgeführte, randomisierte Studie zum Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG gegenüber Alectinib bei Teilnehmern mit ALK-positivem NSCLC, die eine Krankheitsprogression im Verlauf einer Crizotinib-Therapie zeigten. In diese Studie werden zurzeit Patienten aufgenommen.

TAK-788, ein gezielt für EGFR/HER2-Mutationen eingesetzter Inhibitor, wird zurzeit bei Patienten mit EGFR-Exon-20-Insertionsmutationen untersucht:

  • Phase-1/2-Studie: Prüfung der Sicherheit, Pharmakokinetik und Antitumoraktivität des oralen EGFR/HER2-Inhibitors TAK-788 bei Patienten mit NSCLC. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-2-Studie EXCLAIM: Pivotale Verlängerungskohorte der Phase-1/2-Studie zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von TAK-788, 160 mg einmal täglich, bei vorbehandelten Patienten mit EGFR-Exon-20-Insertionsmutationen. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-3-Studie EXCLAIM 2: Weltweit durchgeführte, randomisierte Studie zur Prüfung der Wirksamkeit von TAK-788 als Erstlinientherapie im Vergleich zu einer platinbasierten Doublet-Chemotherapie bei therapienaiven Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, deren Tumore EGFR-Exon-20-Insertionsmutationen enthalten. In diese Studie werden zurzeit Patienten aufgenommen.
  • Phase-1-Studie: Offene, multizentrische Dosisfindungsstudie zur Prüfung der Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik von TAK-788 bei japanischen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-2-Studie J-EXCLAIM: Offene, einarmige Studie zur Prüfung der Wirksamkeit von TAK-788 als Erstlinientherapie bei japanischen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, deren Tumore EGFR-Exon-20-Insertionsmutationen enthalten. In diese Studie werden zurzeit Patienten aufgenommen.
  • Phase-1-Studie: Offene, zweiphasige Studie mit festgelegter Reihenfolge zur Charakterisierung der Arzneimittelwechselwirkung zwischen TAK-788 und entweder einem starken Cytochrom-P-450 (CYP)3A-Inhibitor, Itraconazol (Teil 1) oder einem starken CYP3A-Induktor, Rifampin (Teil 2) bei gesunden erwachsenen Probanden. In diese Studie werden zurzeit Patienten aufgenommen.

Zusätzliche Informationen über die klinischen Studien zu ALUNBRIG und TAK-788 finden Sie unter www.clinicaltrials.gov.

ALUNBRIG® (Brigatinib): WELTWEITE WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE

GEGENANZEIGEN

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen sonstige Bestandteil von ALUNBRIG ist der Wirkstoff kontraindiziert.

BESONDERE WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ANWENDUNG

Pulmonale Nebenwirkungen: Bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten sind schwere, lebensbedrohliche und tödliche pulmonale Nebenwirkungen aufgetreten, einschließlich solcher mit Symptomen, die auf eine ILD/Pneumonitis hindeuten. Die meisten pulmonalen Nebenwirkungen wurden innerhalb der ersten 7 Tage der Behandlung beobachtet. Pulmonale Nebenwirkungen Grad 1 und 2 verschwanden mit Unterbrechung der Behandlung oder Dosismodifikation. Ein höheres Alter und kürzere Intervalle (weniger als 7 Tage) zwischen der letzten Verabreichung von Crizotinib und der ersten Verabreichung von ALUNBRIG waren unabhängig voneinander mit einer Zunahme dieser pulmonalen Nebenwirkungen verbunden. Diese Faktoren sind bei der Einleitung einer Behandlung mit ALUNBRIG zu berücksichtigen. Bei einigen Patienten trat später im Verlauf der Behandlung mit ALUNBRIG eine Pneumonitis auf. Die Patienten sind in der ersten Behandlungswoche auf neue oder sich verschlechternde Symptome der Atemwege (z. B. Dyspnoe, Husten usw.) zu überwachen. Anzeichen einer Pneumonitis bei Patienten mit sich verschlechternden Symptomen der Atemwege sind umgehend abzuklären. Bei Verdacht auf Pneumonitis muss die Einnahme von ALUNBRIG unterbrochen und der Patient auf andere Ursachen der Symptome hin untersucht werden (z. B. Lungenembolie, Tumorprogression und infektiöse Pneumonie).

Hypertonie wurde bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten berichtet. Der Blutdruck ist während der Behandlung mit ALUNBRIG regelmäßig zu überwachen. Eine Hypertonie ist gemäß den Standardrichtlinien zur Einstellung des Blutdrucks zu behandeln. Die Herzfrequenz ist bei Patienten häufiger zu überwachen, bei denen die gleichzeitige Gabe eines Bradykardie verursachenden Arzneimittels nicht vermieden werden kann. Bei schwerer Hypertonie (≥ Grad 3) sollte die Einnahme von ALUNBRIG solange unterbrochen werden, bis sich die Hypertonie auf Grad 1 oder zum Ausgangswert verbessert hat. Die Dosis sollte entsprechend geändert werden.

Bradykardie wurde bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten berichtet. Bei der Anwendung von ALUNBRIG in Kombination mit andere Wirkstoffen, die bekanntermaßen Bradykardie verursachen, ist Vorsicht geboten. Herzfrequenz und Blutdruck sind regelmäßig zu überwachen. Bei symptomatischer Bradykardie ist die Behandlung mit ALUNBRIG auszusetzen und die Begleitmedikation auf Wirkstoffe zu überprüfen, die bekanntermaßen eine Bradykardie verursachen können. Wurde eine möglicherweise Bradykardie verursachenden Begleitmedikation erkannt und abgesetzt oder in der Dosierung angepasst, ist die Behandlung mit ALUNBRIG nach Abklingen der symptomatischen Bradykardie in derselben Dosierung wieder aufzunehmen. Andernfalls ist die ALUNBRIG-Dosis nach Abklingen der symptomatischen Bradykardie zu reduzieren. Wird bei einer lebensbedrohlichen Bradykardie keine Begleitmedikation gefunden, die bekanntermaßen eine Bradykardie verursacht, oder ein Rezidivs festgestellt, ist ALUNBRIG abzusetzen.

Sehstörungen wurden bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten berichtet. Patienten sind darauf hinzuweisen, Sehbeschwerden zu melden. Bei Auftreten neuer oder Verschlechterung bestehender Sehbeschwerden sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte (CPK) wurden bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten berichtet. Patienten sind darauf hinzuweisen, unerklärliche Muskelschmerzen, -verspannungen oder -schwäche zu melden. Die CPK-Werte sind während der Behandlung mit ALUNBRIG regelmäßig zu überwachen. Die Behandlung mit ALUNBRIG ist bei Erhöhung der CPK-Werte 3. oder 4. Grades auszusetzen. Je nach dem Schweregrad der Erhöhung der CPK-Werte und bei damit einhergehenden Muskelschmerzen oder -schwäche ist die Behandlung mit ALUNBRIG zu unterbrechen und die Dosis entsprechend anzupassen.

Erhöhte Pankreasenzym-Werte: Bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten traten Erhöhungen der Amylase- und Lipasewerte auf. Die Lipase- und Amylasewerte sind während der Behandlung mit ALUNBRIG regelmäßig zu überwachen. Die Behandlung mit ALUNBRIG ist bei erhöhten Pankreasenzym-Werten 3. oder 4. Grades zu unterbrechen. Je nach dem Schweregrad der Abweichungen der Laborwerte ist die Behandlung mit Brigatinib zu unterbrechen und die Dosis entsprechend anzupassen.

Hyperglykämie: Bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten traten erhöhte Blutzuckerwerte auf. Der Nüchtern-Blutzucker ist vor Beginn der Behandlung mit ALUNBRIG zu untersuchen und danach regelmäßig zu überwachen. Eine Behandlung mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln sollte nach Bedarf eingeleitet oder optimiert werden. Wenn der Blutzuckerspiegel auch bei optimaler medizinischer Behandlung nicht angemessen eingestellt werden kann, ist ALUNBRIG solange abzusetzen, bis die angestrebte Einstellung des Blutzuckerwerts erreicht ist. Bei Abklingen der Beschwerden kann eine Reduzierung der ALUNBRIG-Dosis in Betracht gezogen oder ALUNBRIG dauerhaft abgesetzt werden.

Embryofetale Toxizität: Der Wirkmechanismus und Beobachtungen bei Tieren sprechen dafür, dass ALUNBRIG bei Anwendung in der Schwangerschaft zu Schädigungen des Ungeborenen führen kann. Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung von ALUNBRIG in der Schwangerschaft vor. Schwangere sind auf das potenzielle Risiko für das Ungeborene hinzuweisen. Gebärfähigen Frauen ist anzuraten, während der Behandlung mit ALUNBRIG eine wirksame, nicht-hormonelle Verhütungsmethode anzuwenden und diese für mindestens 4 Monate nach Gabe der letzten Dosis beizubehalten. Männern mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter ist anzuraten, während der Behandlung mit ALUNBRIG und mindestens 3 Monate nach der letzten ALUNBRIG-Dosis wirksame Methoden zur Schwangerschaftsverhütung anzuwenden.

NEBENWIRKUNGEN

Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 25 %) bei Patienten, die mit ALUNBRIG in der empfohlenen Dosierung behandelt wurden, waren erhöhte AST-Werte, erhöhte CPK-Werte, Hyperglykämie, erhöhte Lipase-Werte, Hyperinsulinämie, Anämie, Diarrhoe, erhöhte ALT-Werte, erhöhte Amylase, Übelkeit, Müdigkeit, Hypophosphatämie, verminderte Lymphozytenzahl, Husten, Hautausschlag, erhöhte alkalische Phosphatase, verlängerte aPTT, Myalgie, Kopfschmerzen, Hypertonie, verminderte Leukozytenanzahl, Dyspnoe und Erbrechen.

Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen (2 %) bei mit ALUNBRIG in der empfohlenen Dosierung behandelten Patienten, die nicht mit einem Fortschreiten des Neoplasmas assoziiert waren, waren Pneumonitis, Pneumonie und Dyspnoe.

WECHSELWIRKUNGEN MIT ANDEREN ARZNEIMITTELN

CYP3A-Inhibitoren: Die gleichzeitige Anwendung von ALUNBRIG mit starken CYP3A-Inhibitoren ist zu vermeiden. Lasst sich die gleichzeitige Anwendung eines starken CYP3A-Inhibitors nicht vermeiden, ist die ALUNBRIG-Dosis zu senken. Nach Absetzen eines starken CYP3A-Inhibitors sollte ALUNBRIG in der Dosis wieder aufgenommen werden, die vor Anwendungsbeginn des starken CYP3A-Inhibitors toleriert wurde. Bei einer Einnahme von ALUNBRIG in Kombination mit moderaten CYP3A-Inhibitoren ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Patienten sind bei einer gleichzeitigen Verabreichung von moderaten CYP3A-Inhibitoren mit ALUNBRIG engmaschig zu überwachen. Auch Grapefruit oder Grapefruitsaft kann die Plasmakonzentrationen von ALUNBRIG erhöhen und sollte vermieden werden. Die gleichzeitige Anwendung von ALUNBRIG mit moderaten CYP3A-Inhibitoren ist zu vermeiden. Wenn die gleichzeitige Anwendung eines moderaten CYP3A-Inhibitors unvermeidlich ist, ist die ALUNBRIG-Dosis zu senken. Nach Absetzen eines moderaten CYP3A-Inhibitors ist ALUNBRIG in der Dosis wieder aufzunehmen, die vor Anwendungsbeginn des moderaten CYP3A-Inhibitors toleriert wurde.

CYP2C8-Inhibitoren: Bei gleichzeitiger Verabreichung starker CYP2C8-Inhibitoren mit ALUNBRIG ist keine Dosisanpassung erforderlich.

P-gp- und BCRP-Inhibitoren: Bei gleichzeitiger Anwendung von P-gp- und BCRP-Inhibitoren mit ALUNBRIG ist keine Dosisanpassung erforderlich.

CYP3A-Induktoren: Die gleichzeitige Anwendung von ALUNBRIG mit starken und moderaten CYP3A-Induktoren ist zu vermeiden. Wenn die gleichzeitige Anwendung von moderaten CYP3A-Induktoren unvermeidlich ist, kann die Dosis von ALUNBRIG nach 7 Tagen Behandlung mit der aktuell tolerierten Dosis in 30-mg-Schritten bis maximal auf das Doppelte der Dosis erhöht werden, die vor Beginn der Gabe des moderaten CYP3A-Induktors toleriert wurde. Nach Absetzen eines moderaten CYP3A-Induktors ist ALUNBRIG in der Dosis wieder aufzunehmen, die vor Anwendungsbeginn des moderaten CYP3A-Induktors toleriert wurde.

CYP3A-Substrate: Klinische Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit CYP3A-sensitiven Substraten wurden nicht durchgeführt. ALUNBRIG verringert möglicherweise die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln und kann auch andere Enzyme und Transportsysteme (z. B. CYP2C, P-gp) induzieren.

Transportersubstrate: ALUNBRIG inhibiert P-gp, BCRP, OCT1, MATE1 und MATE2K in vitro. Durch eine gleichzeitige Verabreichung von ALUNBRIG mit Transportersubstraten können deren Plasmakonzentrationen erhöht werden. Patienten sind engmaschig zu überwachen, wenn ALUNBRIG zusammen mit Substraten dieser Transporter mit einer geringen therapeutischen Breite (z. B. Digoxin, Dabigatran, Methotrexat) verabreicht wird.

BESONDERE PATIENTENGRUPPEN

Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütung bei Männern und Frauen: Frauen im gebärfähigen Alter, die mit ALUNBRIG behandelt werden, ist anzuraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden. Männern, die mit Alunbrig behandelt werden, ist anzuraten, während der Behandlung kein Kind zu zeugen. Frauen im gebärfähigen Alter sollten darauf hingewiesen werden, während der Behandlung mit ALUNBRIG und mindestens 4 Monate nach der letzten Dosis eine zuverlässige, nicht-hormonelle Verhütungsmethode anzuwenden.

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Japanische Medien
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kazumi.kobayashi@takeda.com
+81 (0) 3-3278-2095

Medien außerhalb Japans
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lauren.padovan@takeda.com
+1 (617) 444-1419

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