Incyte meldet positive aktualisierte Ergebnisse der Phase-2-Studie zu Pemigatinib bei Patienten mit bereits behandeltem, fortgeschrittenem Cholangiokarzinom

  • Die auf der ESMO präsentierten Daten unterstützen die geplante Einreichung eines neuen Zulassungsantrags (NDA) für Pemigatinib bei der U.S. Food and Drug Administration (FDA) vor Ende 2019
  • Telefonkonferenz und Webcast heute, den 27. September, um 17:00 Uhr MESZ (11:00 Uhr EDT)

WILMINGTON, Delaware (USA)–(BUSINESS WIRE)–Incyte (Nasdaq:INCY) meldete aktualisierte Ergebnisse, einschließlich des Endergebnisses für den primären Endpunkt, aus seiner FIGHT-202-Studie der Phase 2 zur Evaluierung von Pemigatinib, einem selektiven Hemmer des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors-(FGFR), als Therapie für Patienten mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom. Bei Patienten mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen (Kohorte A) führte die Pemigatinib-Monotherapie zu einer Gesamtansprechrate (ORR) von 36 Prozent (primärer Endpunkt) und einem medianen progressionsfreien Überleben (PFS) von 6,9 Monaten (sekundärer Endpunkt) mit einem medianen Follow-up von 15 Monaten. Pemigatinib wurde im Allgemeinen gut vertragen.

Diese Ergebnisse werden im Rahmen des Kongresses der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2019 in Barcelona, Spanien, in einem brandaktuellen Vortrag, heute, am 27. September, von 15:00 Uhr MESZ bis 15:15 Uhr MESZ (9:00 Uhr EDT bis 9:15 Uhr EDT) im Auditorium Madrid (Halle 2) vorgestellt; Abstract-Nr. LBA40.

„Wir freuen uns, aktualisierte Daten für Pemigatinib zur Verfügung zu stellen, die einen vielversprechenden und zielgerichteten Behandlungsansatz für Patienten mit Cholangiokarzinom mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen bieten können“, sagte Dr. Peter Langmuir, Group Vice President, Targeted Therapeutics, Incyte. „Patienten mit fortgeschrittenem Cholangiokarzinom haben eine schlechte Prognose, und derzeit gibt es keinen Versorgungsstandard, der über die Erstlinien-Chemotherapie hinausgeht. Wir setzen uns für die Weiterentwicklung von Pemigatinib ein, einer potenten und selektiven Therapie, die auf einen der Haupttreiber dieser Krankheit abzielt, und planen, den Zulassungsantrag (NDA) in Kürze bei der U.S. Food and Drug Administration (FDA) einzureichen.“

Das Cholangiokarzinom ist eine seltene Krebsart, das sich im Gallengang bildet. Es wird nach seiner Herkunft klassifiziert: Das intrahepatische Cholangiokarzinom (iCCA) tritt im Gallenweg innerhalb der Leber und das extrahepatische Cholangiokarzinom im Gallenweg außerhalb der Leber auf. Patienten mit Cholangiokarzinom werden oft in einem späten oder fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, wenn die Prognose schlecht ist.1,2 Die Inzidenz von Cholangiokarzinomen variiert regional und liegt zwischen 0,3 – 3,4 pro 100.000 in Nordamerika und Europa.1 FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen treten fast ausschließlich bei iCCA auf, wo sie bei 10-16 Prozent der Patienten beobachtet werden.3-5

Hauptergebnisse aus FIGHT-202

Aktualisierte Daten, die heute auf der ESMO vorgestellt wurden, zeigen, dass bei Patienten mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen (Kohorte A, n=107) die Pemigatinib-Monotherapie zu einer bestätigten Gesamtansprechrate (ORR) von 36 Prozent führte, basierend auf einer unabhängigen zentralen radiologischen Untersuchung, darunter 3 Patienten mit komplettem Ansprechen (CR) und 35 Patienten mit partiellem Ansprechen (PR). Bei diesen Patienten betrug die Krankheitskontrollrate (DCR) 82 Prozent, die mittlere Dauer der Remission (DOR) 7,5 Monate und das mittlere progressionsfreie Überleben (PFS) 6,9 Monate. Die vorläufigen Daten zum Gesamtüberleben (OS) waren ermutigend (Medianwert: 21,1 Monate). Ein Follow-up wird fortgesetzt, da diese Daten noch nicht ausgereift sind.

FIGHT-202 Gesamtansprechraten (ORR), Dauer der Remission (DOR), Krankheitskontrollrate

(DCR) und progressionsfreies Überleben (PFS) nach Patientenkohorte

 

 

Kohorte A

FGFR2-Fusionen oder

-Umlagerungen

 

(N=107)

 

 

Kohorte B

Andere FGF/FGFR-

Genveränderungen

 

(N=20)

 

 

Kohorte C

Keine FGF/FGFR-

Genveränderungen

 

(N=18)

ORR, % (95 % CI)

 

36 (27-45)

 

 

0

 

 

0

Bestes OR, n (%)

 

3 CR (3)

35 PR (33)

50 SD (47)

 

 

0

0

8 SD (40)

 

 

0

0

4 SD (22)

Mediane DOR,

Monate (95 % CI)

 

7,5 (5,7-14,5)

 

 

 

 

DCR, % (95 % CI)

 

82 (74-89)

 

 

40 (19-64)

 

 

22 (6-48)

Mediane PFS,

Monate (95 % CI)

 

6,9 (6,2-9,6)

 

 

2,1 (1,2-4,9)

 

 

1,7 (1,3-1,8)

Mediane OS, Monate

(95 % CI)

 

21,1 (14,8-NE)

 

 

6,7 (2,1-10,6)

 

 

4,0 (2,3-6,5)

NE: nicht auswertbar

Hinweis: Ein Patient hatte den FGF/FGFR-Status durch das Zentrallabor nicht bestätigt und wurde in die Sicherheitsanalyse einbezogen, wurde aber keiner Kohorte zur Wirksamkeit zugeordnet.

Die Sicherheitsanalyse, an der 146 Patienten teilnahmen, zeigte, dass Pemigatinib im Allgemeinen gut verträglich war. Hyperphosphatämie der Klasse 1 oder 2, das häufigste Nebenwirkungsereignis bei aufkommenden Behandlungen (TEAE; 60 Prozent), wurde mit einer phosphatarmen Ernährung, Phosphatbindern und Diuretika sowie Dosisreduktion oder -unterbrechung behandelt. Der häufigste Grad ≥3 TEAE war Hypophosphatämie (12 Prozent); keiner der Fälle wurde als klinisch bedeutsam oder schwerwiegend angesehen und keiner führte zu einer Dosisreduzierung oder -unterbrechung. Eine schwere Netzhautablösung wurde bei 4 Prozent der Patienten beobachtet (Grad ≥3, 1 Prozent), wobei keiner der Fälle zu klinischen Folgen führte.

„Patienten mit Cholangiokarzinom stehen vor einer großen Herausforderung, da sie mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind, die oft erst im Spätstadium diagnostiziert wird“, sagt Dr. Arndt Vogel, leitender Oberarzt und Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover. „Als Arzt betrachte ich die Daten aus der FIGHT-202-Studie als ermutigend. Sie zeigen das Potenzial, dass Pemigatinib zu einer wichtigen und dringend benötigten gezielten Behandlungsoption für diese Patientenpopulation werden muss.“

Über FIGHT-202

Die Studie FIGHT-202 der Phase 2 ist eine offene, multizentrische Studie (NCT02924376) zur Evaluierung der Sicherheit und Wirksamkeit von Pemigatinib – einem selektiven Hemmer von Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptoren (FGFR) – bei erwachsenen Patienten (Alter ≥ 18 Jahre) mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom mit dokumentiertem FGF/FGFR-Status.

An der Studie beteiligte Patienten wurden in drei Kohorten aufgeteilt: Kohorte A (FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen), Kohorte B (andere FGF/FGFR-Genveränderungen) oder Kohorte C (keine FGF/FGFR-Genveränderungen). Allen Patienten wurden einmal täglich (OD) 13,5 mg Pemigatinib in einen Zyklus mit 21 Tagen (zwei Wochen mit/zwei Wochen ohne) bis zur radiologischen Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität verabreicht.

Der primäre Endpunkt von FIGHT-202 ist die Gesamtansprechrate (ORR) bei Kohorte A, durch eine unabhängige Prüfung gemäß RECIST v1.1 beurteilt. Zu den sekundären Endpunkten zählen ORR bei Kohorte B, A plus B und C, das progressionsfreie Überleben (PFS), das Gesamtüberleben (OS), die Dauer der Remission (DOR), die Krankheitskontrollrate (DCR) und die Sicherheit bei allen Kohorten.

Weitere Informationen über FIGHT-202 finden Sie unter: https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02924376.

Über FIGHT

Das klinische Studienprogramm FIGHT (FIbroblast Growth factor receptor in oncology and Hematology Trials) umfasst laufende Phase-2- und -3-Studien, die die Sicherheit und Wirksamkeit der Pemigatinib-Therapie bei mehreren FGFR-getriebenen Malignomen untersuchen. Zu den Phase-2-Monotherapiestudien gehören FIGHT-202 sowie FIGHT-201 zur Untersuchung von Pemigatinib bei Patienten mit metastasierendem oder operativ nicht resezierbarem Blasenkrebs, einschließlich der Aktivierung von FGFR3-Mutationen oder Fusionen/Umlagerungen; FIGHT-203 bei Patienten mit myeloproliferativen Neoplasien mit aktivierenden FGFR1-Fusionen/Umlagerungen; FIGHT-207 bei Patienten mit zuvor behandelten, lokal fortgeschrittenen/metastatischen oder chirurgisch nicht resezierbaren soliden Tumorbösartigkeiten mit aktivierenden FGFR-Mutationen oder Fusionen/Umlagerungen, unabhängig vom Tumortyp. FIGHT-205 ist eine Phase-2-Studie zur Untersuchung von Pemigatinib plus Pembrolizumab-Kombinationstherapie und Pemigatinib-Monotherapie bei Patienten mit bisher unbehandeltem, metastasiertem oder inoperablem Blasenkrebs mit FGFR3-Mutationen oder Fusionen/Umlagerungen, die nicht zum Erhalt von Cisplatin berechtigt sind. FIGHT-302 ist eine kürzlich initiierte Phase-3-Studie zur Untersuchung von Pemigatinib als Erstlinientherapie bei Patienten mit Cholangiokarzinom mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen.

Über FGFR und Pemigatinib

Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptoren (FGFR) spielen eine bedeutende Rolle für die Tumorzellen-Wucherung und das Überleben, die Migration und die Angiogenese (die Bildung neuer Blutgefäße). Aktivierende Fusionen, Umlagerungen, Translokationen und Genamplifikationen in FGFR sind mit der Entwicklung unterschiedlicher Krebsformen eng korreliert.

Pemigatinib ist ein wirkungsvoller, selektiver Hemmstoff der FGFR-Isoformen 1, 2 und 3, die im Rahmen präklinischer Studien ihre selektive pharmakologische Aktivität gegen Krebszellen mit FGFR-Veränderungen nachweisen konnten. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat Pemigatinib den Status einer Breakthrough Therapy für die Behandlung von bereits behandelten, fortgeschrittenen/metastatischen oder inoperablen FGFR2-Translokationscholangiokarzinomen erteilt. Die FDA-Zulassung für Breakthrough Therapies soll die Entwicklung und Überprüfung von Medikamenten für schwere Erkrankungen beschleunigen, die ermutigende frühe klinische Ergebnisse gezeigt haben und erhebliche Verbesserungen gegenüber verfügbaren Medikamenten aufweisen können.

Informationen zur Telefonkonferenz

Incyte wird heute, am 27. September 2019, um 11:00 Uhr EDT (17:00 Uhr MESZ) eine Investoren-Telefonkonferenz und einen Webcast veranstalten. Die Konferenz und der Webcast können über die Registerkarte Events and Presentations im Investorenbereich von www.incyte.com abgerufen werden und stehen für 30 Tage zur Verfügung.

Um auf die Telefonkonferenz zuzugreifen, wählen Sie bitte 877-407-3042 für Anrufe aus den USA oder +1 201-389-0864 für Anrufe aus dem Ausland. Geben Sie bei Aufforderung die Konferenz-Identifikationsnummer 13694537 an.

Über Incyte

Incyte Corporation ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung von proprietären Therapeutika spezialisiert hat. Weitere Informationen über Incyte finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.incyte.com.

Folgen Sie @Incyte auf Twitter unter https://twitter.com/Incyte.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Mit Ausnahme der hierin dargelegten historischen Informationen enthalten die in dieser Pressemitteilung dargelegten Sachverhalte – einschließlich der Aussagen über die Präsentation von Daten aus dem laufenden klinischen Entwicklungsprogramm des Unternehmens für Pemigatinib, dem Potenzial eines solchen Programms, ob und wann das Unternehmen eine NDA an die FDA in den USA für Pemigatinib einreichen wird und ob und wann Pemigatinib zu einer wirksamen und zugelassenen Behandlung für Patienten mit Cholangiokarzinom mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen wird – Vorhersagen, Schätzungen und andere zukunftsgerichtete Aussagen.

Diese zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf den aktuellen Erwartungen des Unternehmens und unterliegen Risiken und Unwägbarkeiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich abweichen. Hierzu gehören folgende unvorhergesehene Entwicklungen und Risiken: unerwartete Verzögerungen, weitere Forschung und Entwicklung und Ergebnisse klinischer Studien, die möglicherweise nicht erfolgreich verlaufen oder nicht ausreichend sind, um die geltenden behördlichen Anforderungen zu erfüllen oder die weitere Entwicklung zu gewährleisten, die Fähigkeit, eine ausreichende Anzahl von Probanden für klinische Studien zu gewinnen, Bestimmungen der FDA, die Abhängigkeit des Unternehmens von seinen Beziehungen zu seinen Kooperationspartnern, die Wirksamkeit oder Sicherheit der Produkte des Unternehmens und der Produkte der Kooperationspartner des Unternehmens, die Akzeptanz der Produkte des Unternehmens und der Produkte der Kooperationspartner des Unternehmens auf dem Markt, der Wettbewerb auf dem Markt, die Anforderungen an Vertrieb, Marketing, Produktion und Distribution, Kosten, die höher als erwartet ausfallen, Kosten im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten oder strategischen Aktivitäten und andere Risiken, die in den jeweils aktuellen Berichten des Unternehmens an die Securities and Exchange Commission, einschließlich des Formulars 10-Q für das Quartal zum 30. Juni 2019, aufgeführt sind. Das Unternehmen lehnt jede Absicht oder Verpflichtung zur Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen ab.

Referenzhinweis

  1. Banales JM, et al. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2016;13:261‒280.
  2. Uhlig J, et al. Ann Surg Oncol. 2019;26:1993–2000.
  3. Graham RP, et al. Hum Pathol. 2014;45:1630‒1638.
  4. Farshidfar F, et al. Cell Rep. 2017;18(11):2780–2794.
  5. Ross JS et al. The Oncologist. 2014;19:235–242.

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