Neuromod schließt erfolgreich Serie-B-Finanzierung mit einem Volumen von 10,5 Millionen Euro für Lenire®, ein Gerät zur Behandlung von Tinnitus, ab

In Europa sollen in den kommenden zwölf Monaten 40 Mitarbeiter eingestellt werden, zunächst in Irland und Deutschland  

  • Die Mittel sollen zur Beschleunigung der laufenden Vermarktung in Europa, zum Ausbau der Produktionskapazität, zur Förderung des US-Markteintrittes und zur Nutzung der Absatzchancen bei Veteranen der US-Streitkräfte eingesetzt werden
  • Fountain Healthcare Partners, ein wichtiger Investor, führte die Finanzierungsrunde unter Beteiligung von Moffett Investment Holdings und Medical Device Resources, zwei bereits bisher aktiven Investoren des Unternehmens, an
  • An der Kapitalbeschaffung beteiligten sich auch die Risikokapitalgeber Kreos Capital und Silicon Valley Bank

DUBLIN–(BUSINESS WIRE)–Neuromod Devices Limited („Neuromod“) ist ein irisches Medizintechnologieunternehmen, das auf die Behandlung von Tinnitus spezialisiert ist, einer chronischen Erkrankung, von der 10 bis 15 % der Weltbevölkerung betroffen sind und die gemeinhin als „Ohrensausen“ bezeichnet wird. Das Unternehmen gibt bekannt, dass es im Rahmen einer überzeichneten Serie-B-Finanzierung Mittel in Höhe von 10,5 Millionen Euro beschafft hat. Die Investition wurde von dem Mehrheitsinvestor Fountain Healthcare Partners angeführt; beteiligt waren auch Moffett Investment Holdings und Medical Device Resources, beides bereits bisher aktive Investoren des Unternehmens, sowie die Risikokapitalgeber Kreos Capital und Silicon Valley Bank.

Die Mittel aus der Finanzierung sollen zur Expansion der Vermarktung des Tinnitus-Behandlungsgeräts Lenire® in Europa, zum Ausbau der Produktion, zur Förderung der Unternehmensstrategie in Bezug auf die US-amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA und zur Nutzung der Absatzchancen beim US-amerikanischen Kriegsveteranenministerium eingesetzt werden. Man geht davon aus, dass etwa 20 Millionen US-Amerikaner an belastendem chronischem Tinnitus leiden; mehr als zwei Millionen Veteranen der US-Streitkräfte erhielten laut dem Jahresleistungsbericht des Kriegsveteranenministeriums aus dem Jahr 2019 Invaliditätszahlungen für militärdienstbedingten Tinnitus.

Die Expansion von Neuromod in Europa begann im April 2020 mit der Eröffnung der deutschen Niederlassung des Unternehmens im bayerischen Forchheim. Neuromod plant erhebliche Investitionen in Vertrieb und Marketing und wird in den kommenden 12 Monaten 40 Mitarbeiter einstellen, die zunächst in Irland und Deutschland tätig sein werden.

Ergebnisse klinischer Studien

Die Serie-B-Finanzierung folgt auf die Veröffentlichung der Ergebnisse der ersten großen klinischen Studie des Unternehmens als Titelbericht in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine. Die Studie, die über einen Zeitraum von 12 Wochen mit 326 Patienten durchgeführt wurde, ergab erhebliche Verbesserungen der Tinnitus-Symptome der Patienten. Mehr als 80 % der Patienten, die das verschriebene Behandlungsschema einhielten, erlebten gemessen an einem Tinnitus-Schweregrad von 1 bis 100 eine durchschnittliche Verbesserung von etwa 14 Punkten. Als das Team 12 Monate nach der Behandlung eine Nachbeobachtung vornahm, konnte bei 80 % der Teilnehmer eine anhaltende Verbesserung beobachtet werden. Bei der Studie handelt es sich um die größte und längste klinische Nachbeobachtungsstudie, die jemals im Bereich Tinnitus durchgeführt wurde. 78 % der Studienteilnehmer gaben an, dass sie die Behandlung mit Lenire® anderen Tinnitus-Patienten empfehlen würden.1

Tinnitus-Behandlung mit Lenire®

Lenire® ist das erste nicht-invasive bimodale Neuromodulationsgerät zur Behandlung von Tinnitus, das das Ohrensausen dämpft und mildert. Lenire® besitzt die CE-Kennzeichnung für die Behandlung von Tinnitus unter Aufsicht eines fachlich qualifizierten Gesundheitsdienstleisters in Europa.

Dr. Ross O’Neill, Unternehmensgründer und CEO von Neuromod, äußerte sich dazu wie folgt: „Wir freuen uns sehr über den erfolgreichen Abschluss der Serie-B-Finanzierung, mit der wir die Finanzmittel für die Produktion unseres Tinnitus-Behandlungsgerätes Lenire® aufstocken werden, um die Nachfrage in Europa befriedigen zu können. Die Finanzierung wird uns auch dabei unterstützen, den Markteintritt in den USA voranzutreiben, wo ein erheblicher ungedeckter Bedarf besteht, insbesondere bei Veteranen der US-Streitkräfte, bei denen Tinnitus die größte und am schnellsten wachsende Ursache für eine militärdienstbedingte Berufsunfähigkeit ist. Es ist sehr erfreulich, dass wir die anhaltende Unterstützung unserer Hauptinvestoren, Fountain Healthcare Partners, sowie von Moffett Investments, Medical Device Resources, Kreos Capital und Silicon Valley Bank haben.”

Dr. Manus Rogan, Vorstandsvorsitzender von Neuromod und geschäftsführender Gesellschafter von Fountain Healthcare Partners, merkte dazu Folgendes an: Wir sind stolz darauf, dass wir die Mission von Neuromod weiterhin unterstützen können: die Lebensqualität von Millionen von Patienten auf der ganzen Welt zu verbessern, die an Tinnitus leiden. Dies ist für das Unternehmen eine spannende Zeit. Wir sind zuversichtlich, dass es über eine wirksame, sichere Technologie verfügt, wie die kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Science Translational Medicine veröffentlichten Ergebnisse der entsprechenden klinischen Studie belegen. Neuromod hat eine sehr vielversprechende Zukunft, und wir freuen uns darauf, unseren Teil dazu beizutragen.“

Cian O’Driscoll von Kreos Capital äußerte sich dazu folgendermaßen: „Wir freuen uns sehr, Neuromod mit einer zusätzlichen Investition unterstützen zu können, die dazu beitragen wird, noch mehr Tinnitus-Patienten mit Lenire® zu versorgen. Die Behandlungsmöglichkeiten für Tinnitus-Patienten waren in der Vergangenheit begrenzt. Wir sind jedoch der festen Überzeugung, dass Lenire® ein enormes Potenzial zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse besitzt. Wir freuen uns auch über die Aussicht auf einen Markteintritt in den USA, wo ein erheblicher Bedarf besteht, neue und innovative Behandlungsmethoden für Patienten zu finden, deren Leben durch Tinnitus stark beeinträchtigt wird.“

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Über Neuromod Devices Limited

Neuromod Devices Limited („Neuromod“) hat seinen Hauptsitz in der irischen Hauptstadt Dublin im Wissensquartier Digital Hub. Das Medizintechnologieunternehmen hat sich auf die Konzipierung und Entwicklung von Neuromodulationstechnologie spezialisiert, um den klinischen Bedürfnissen unterversorgter Tinnitus-Patienten gerecht zu werden, die an chronischen, belastenden Gesundheitsstörungen leiden. Das Unternehmen wurde 2010 von Dr. Ross O’Neill gegründet und wird seit 2015 von Fountain Healthcare Partners, einem führenden Risikokapitalunternehmen im Bereich der Biowissenschaften, unterstützt. Neuromod hat umfangreiche klinische Studien zum Abschluss gebracht, um die Wirksamkeit seiner nicht-invasiven Neuromodulationsplattform für die Hörfunktionsstörung Tinnitus nachzuweisen, für die es bisher keinen Behandlungsstandard gab. Das von Neuromod entwickelte Behandlungsgerät Lenire® wurde in Europa in den Handel gebracht und ist in Irland, Belgien und Deutschland erhältlich. Weitere Einzelheiten zu Lenire®, einschließlich einer Liste von Fachhändlern, finden Sie unter www.lenire.com

Etwa 10 bis 15 Prozent der Weltbevölkerung sind von Tinnitus betroffen, und für mindestens jeden Hundertsten Menschen weltweit sind die ständigen scheinbaren Geräusche, die häufig als Brumm- oder Pfeifton in den Ohren beschrieben werden, mit einer schweren Beeinträchtigung der Lebensqualität verbunden.

www.NeuromodDevices.com

Unter der folgenden Adresse können Sie auf die ungekürzten Ergebnisse der klinischen Studie zugreifen: https://www.neuromoddevices.com/tenta1results

 


1 Bimodal neuromodulation combining sound and tongue stimulation reduces tinnitus symptoms in a large randomized clinical study – Science Translational Medicine, 07. Oktober 2020: Band 12, Ausgabe 564, eabb2830 DOI: 10.1126/scitranslmed.abb2830

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