Perspectum: Fettleber (Steatosis hepatis) bei COVID-19-Patienten mit Adipositas geht mit erhöhtem Risiko der Hospitalisierung einher

Bahnbrechendes, nichtinvasives bildgebendes Verfahren hilft, Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erkennen

OXFORD, England–(BUSINESS WIRE)–Neue, in diesem Monat in der Fachzeitschrift Frontiers in Medicine (Gastroenterology) veröffentlichte Studienergebnisse zeigen, dass bei Personen mit Adipositas plus schwerer Fettleber die Wahrscheinlichkeit der Notwendigkeit einer Krankenhausaufnahme wegen der Erkrankung fünf Mal höher ist. Die nichtinvasive Leber-Bildgebungstechnologie, der LiverMultiScan von Perspectum, wurde in der Studie zur MRT-Erfassung verwendet.

Adipositas geht häufig mit einer Fettansammlung in der Leber einher, die zu einer Erkrankung der Leber führen kann. Neue Daten weisen darauf hin, dass bei Patienten mit Adipositas, das Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung erhöht ist. Eine Zusammenfassung jüngster Berichte durch die World Obesity Federation weist darauf hin, dass in den USA fast 50 Prozent der mit COVID-19 stationär aufgenommenen Patienten auch an Adipositas leiden. Einem neuen Bericht der CDC (Centers for Disease Control and Prevention, USA) zufolge waren 78 Prozent der Patienten, die stationär aufgenommen, beatmet wurden oder an COVID-19 verstarben übergewichtig oder adipös.

Die Ergebnisse der Bildgebungsstudie, in der untersucht wurde, ob das Vorliegen von zu viel Fett in der Leber die Schwere des COVID-19-Verlaufs bei adipösen Personen beeinflusst, zeigten, dass Patienten mit Adipositas plus Fettleber fünfmal eher stationär wegen COVID-19 behandelt werden mussten. Insbesondere fällt auf, dass Personen mit Adipositas und normalem Leberfett kein erhöhtes Hospitalisierungsrisiko aufwiesen.

„Manche adipösen Personen haben einen normalen Fettgehalt der Leber und einige Personen, die nicht adipös sind, weisen eine hohe Einlagerung von Leberfett auf. Es ist von Relevanz herauszufinden, ob eine vorbestehende Leberkrankheit das Risiko für eine schweren COVID-19-Verlauf erhöht und wie dabei die Beziehung zur Adipositas aussieht“, so Adriana Roca-Fernandez, Erstautorin und Wissenschaftlerin bei Perspectum, das Unternehmen, das den LiverMultiScan entwickelt. „Die Messung des Leberfetts und der Nachweis einer Lebererkrankung kann mit nichtinvasiven bildgebenden Verfahren erfolgen, wie beispielweise mithilfe der gut validierten Magnetresonanztomographie (MRT)-Technologie von Perspectum. Das Verfahren hilft Patienten zu erkennen, die ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf aufweisen.”

Den Beitrag von Leberfett zum COVID-19-Risiko und -Outcome zu kennen, ist für das klinische Verständnis und die Therapie von COVID-19 und COVID-Langzeitfolgen wichtig. Die Studie mit dem Titel „Hepatic Steatosis Rather Than Underlying Obesity Increases Risk of Infection and Hospitalization for COVID-19” (Roca-Fernandez et al., 2021) bestätigte auch einige bereits bekannte Risikofaktoren für COVID-19, wie beispielsweise männliches Geschlecht und niedriger sozioökonomischer Status. Außerdem zeigte die Studie, dass Teilnehmer mit positivem COVID-19-Testergebnis eher vermehrtes Leberfett aufwiesen. Die MRT-Daten wurden vor der COVID-19-Pandemie von UK Biobank erfasst, einer der weltweit größten biomedizinischen Datenbanken. Von den eingeschlossenen Personen hatten 4.458 später einen positiven COVID-19-Test.

Dr. Arun Sanyal, Virginia Commonwealth University, ein Autor der Studie, erläuterte: „Die gegenwärtige Studie zeigt, dass eine vorbestehende Lebererkrankung ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung eines schweren Krankheitsverlaufs bei Patienten mit COVID-19 ist. Das wirft wichtige Fragen zur Rolle der Fettleber und der damit einhergehenden Leberschädigung als krankheitsmodifizierender Faktor auf. Diese Daten zeigen deutlich die Relevanz von NAFLD für die öffentliche Gesundheit, die über die Herz-Kreislauf-, Krebs- und Leber-Outcomes hinausreicht. Sie liefern ein starkes Argument dafür, in künftigen Studien zu untersuchen, ob eine Reduzierung des Fetts in der Leber auch die Wahrscheinlichkeit eines schweren COVID-19-Verlaufs bei den Betroffenen reduziert.”

„Alle Risikofaktoren für eine schweren COVID-19-Verlauf zu kennen, ist für die Ausgestaltung von öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen zum Schutz dieser besonders gefährdeten Personen, wie soziale Distanzierung, Priorisierung von Personen für Impfungen und Zugang zu personalisierter Medizin als Orientierungshilfe für klinische und Lifestyle-Interventionen, besonders wichtig“, so Roca-Fernandez weiter.

Perspectum, ein weltweit agierendes Medizintechnik-Unternehmen mit Niederlassungen in Großbritannien, den USA und Singapur, liefert führende digitale Technologien, mit denen Ärzte ihre Patienten mit Lebererkrankungen, Diabetes und Krebs besser betreuen können. Mit einem starken Fokus auf Präzisionsmedizin mittels hochmoderner Bildgebung und Genetik ist es unsere Vision, Patienten und Ärzte durch quantitative Beurteilungen des Gesundheitszustands eine Möglichkeit zur Früherkennung, Diagnostik und gezielten Behandlung zu geben. Mit einem vielfältigen Team von Ärzten, biomedizinischen Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern bietet Perspectum einen skalierten Weg zum Umgang mit komplexen Gesundheitsproblemen. Weitere Informationen finden Sie unter perspectum.com.

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