Takeda erhält positive CHMP-Stellungnahme für ALUNBRIG® (Brigatinib) als Erstlinientherapie bei ALK-positivem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

– Bei Erteilung der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur wird ALUNBRIG wichtige Erstlinienoption bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC –

– Die positive Stellungnahme basiert auf den Daten der Phase-3-Studie ALTA-1L, die für ALUNBRIG eine Überlegenheit sowohl bei der allgemeinen als auch der intrakraniellen Wirksamkeit im Vergleich zu Crizotinib zeigten –

CAMBRIDGE, Massachusetts, USA, und OSAKA, Japan–(BUSINESS WIRE)–Wie Takeda Pharmaceutical Company Limited (TSE:4502/NYSE:TAK) heute mitteilte, hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine positive Stellungnahme abgegeben, in der die Zulassung von ALUNBRIG (Brigatinib) als Monotherapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit ALK-positivem (anaplastische Lymphomkinase), fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), der zuvor nicht mit einem ALK-Inhibitor behandelt wurde, empfohlen wird. ALUNBRIG ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der nächsten Generation, der auf generische ALK-Veränderungen abzielt und diese inhibiert.

Aufgrund des komplexen Charakters des ALK-positiven NSCLC und dessen Tendenz, in das Hirn zu streuen, besteht ein dringender Bedarf an Behandlungsoptionen, die sowohl eine allgemeine als auch eine intrakranielle Wirksamkeit aufweisen“, so Professor Sanjay Popat, Consultant Medical Oncologist, Royal Marsden NHS Foundation Trust. „In der ALTA-1L-Studie zeigte Brigatinib im Vergleich zu Crizotinib ein signifikantes Ansprechen im Gehirn und eine konsistente Gesamtwirksamkeit. Im Fall einer Zulassung durch die EMA besitzt Brigatinib das Potenzial, eine wichtige Option für die Erstlinientherapie von ALK-positiven Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC in Europa zu werden.“

Die Stellungnahme basiert auf Daten der Phase-3-Studie ALTA-1L, in der die Sicherheit und Wirksamkeit von ALUNBRIG im Vergleich zu Crizotinib bei Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC untersucht wird, die zuvor nicht mit einem ALK-Inhibitor behandelt wurden. Die Ergebnisse der Studie belegen eine Überlegenheit von ALUNBRIG gegenüber Crizotinib mit signifikantem Ansprechen bei Patienten mit Hirnmetastasen zu Beginn der Erkrankung. Nach mehr als zwei Jahren Follow-up reduzierte ALUNBRIG das Risiko eines intrakraniellen Fortschreitens der Erkrankung oder des Todes bei Patienten mit Hirnmetastasen zu Beginn der Studie um 69 % (Hazard Ratio [HR] = 0,31, 95 % KI: 0,17-0,56), wie von einem verblindeten unabhängigen Überprüfungskomitee (BIRC) bewertet, und um 76 % (HR = 0,24, 95 % KI: 0,12-0,45), wie von den Prüfärzten bewertet. ALUNBRIG zeigte auch eine konsistente Gesamtwirksamkeit („Intention to treat“-Population) bei einem mehr als doppelt so langen medianen, progressionsfreien Überleben (PFS) von 24,0 Monaten (95 % KI: 18,5-NE) gegenüber 11,0 Monaten (95 % KI: 9,2-12,9) für Crizotinib laut BIRC-Evaluierung sowie 29,4 Monate (95 % KI: 21,2-NE) versus 9,2 Monaten (95 % KI: 7,4-12,9) laut Prüfärzten der Studie.

Das Sicherheitsprofil von ALUNBRIG in der ALTA-1L-Studie stimmte im Allgemeinen mit der existierenden europäischen Zusammenfassung der Produktmerkmale (European Summary of Product Characteristics, SmPC) überein. Die häufigsten therapiebedingten unerwünschten Ereignisse (TEAEs) des 3. oder höheren Grades im ALUNBRIG-Arm waren erhöhte CPK (24,3 %), erhöhte Lipase (14,0%) und Hypertonie (11,8 %) und im Crizotinib-Arm erhöhte ALT (10,2 %), erhöhte AST (6,6 %) und erhöhte Lipase (6,6 %).

Die Entwicklung sicherer und wirksamer Behandlungsoptionen für Krebs gehört für Takeda zu den wichtigsten Prioritäten, und wir suchen weiterhin nach Möglichkeiten, um den unerfüllten Bedarf im Bereich der Lungenkrebsbehandlung zu erfüllen“, erklärt Christopher Arendt, Head Oncology Therapeutic Area Unit, Takeda. „Die heutige positive Stellungnahme des CHMP ist ein wichtiger Schritt, um ALUNBRIG für Menschen mit ALK-positivem, fortgeschrittenem NSCLC verfügbar zu machen, und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der EMA bei der Prüfung des Zulassungsantrags für ALUNBRIG als Erstlinientherapie bei Patienten mit dieser schweren und seltenen Form von Lungenkrebs.“

Der ALK-positive NSCLC ist eine seltene Form von Lungenkrebs, und der Behandlungsbedarf der davon betroffenen Menschen ist vielfältig“, so Stefania Vallone, President, Europe Lung Cancer Europe (LuCE). „Trotz der Fortschritte in den vergangenen Jahren besteht weiterhin ein hoher Bedarf an zusätzlichen Erstlinienoptionen für die etwa 10.000 Menschen mit ALK-positivem NSCLC in Europa.“

Die positive Stellungnahme zu ALUNBRIG wird derzeit von der Europäischen Kommission (EK) geprüft und wird als Grundlage für ihre Entscheidung über den Antrag dienen. ALUNBRIG ist derzeit nicht als Erstlinientherapie bei ALK-positivem NSCLC zugelassen.

Über die ALTA-1L-Studie

Bei der Phase-3-Studie ALTA-1L (ALK in Lung Cancer Trial of BrigAtinib in 1st Line) zu ALUNBRIG bei Erwachsenen handelt es sich um eine weltweit durchgeführte, laufende, randomisierte, offene, vergleichende Multicenterstudie, in die 275 Patienten (ALUNBRIG, n=137, Crizotinib, n=138) mit ALK-positivem (ALK+), lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) aufgenommen wurden, die nicht mit einem ALK-Inhibitor vorbehandelt waren. Die Patienten erhielten entweder einmal täglich 180 mg ALUNBRIG nach einer siebentägigen Einleitungsphase mit einmal täglich 90 mg oder zweimal täglich 250 mg Crizotinib.

Das mediane Alter betrug 58 Jahre im ALUNBRIG-Arm und 60 Jahre im Crizotinib-Arm. Im ALUNBRIG-Arm wiesen 29 % der Patienten Hirnmetastasen zu Studienbeginn auf, im Vergleich zu 30 % im Crizotinib-Arm. Im ALUNBRIG-Arm waren 26 % der Patienten mit einer Chemotherapie bei fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung vorbehandelt, im Vergleich zu 27 % im Crizotinib-Arm.

Der primäre Endpunkt war das von einem Blinded Independent Review Committee (BIRC) beurteilte progressionsfreie Überleben (PFS). Zu den sekundären Endpunkten gehörten die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR) gemäß RECIST v1.1, die intrakranielle ORR, das intrakranielle PFS, das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) sowie die Sicherheit und Verträglichkeit.

Das Sicherheitsprofil von ALUNBRIG in der ALTA-1L-Studie war grundsätzlich mit dem Sicherheitsprofil in den bestehenden US-Verschreibungsinformationen vergleichbar.

Über ALUNBRIG® (Brigatinib)

ALUNBRIG ist ein stark wirksamer und selektiver Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der nächsten Generation, der gezielt am Fusionsprotein der anaplastischen Lymphomkinase (ALK) ansetzt und dieses inhibiert. Im April 2017 erhielt ALUNBRIG von der US-Gesundheitsbehörde FDA die beschleunigte Zulassung (Accelerated Approval) für Patienten mit ALK-positivem, metastasiertem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) bei einer Progression während der Behandlung mit Crizotinib oder bei einer Unverträglichkeit von Crizotinib. Die Zulassung für diese Indikation erfolgte im Rahmen eines beschleunigten Zulassungsverfahrens aufgrund der Tumoransprechrate und der Dauer des Ansprechens. Die weitere Zulassung für diese Indikation kann von der Überprüfung und Beschreibung des klinischen Nutzens in einer Bestätigungsstudie abhängig gemacht werden.

ALUNBRIG ist zurzeit in mehr als 40 Ländern, darunter die USA, Kanada und die Europäische Union, zur Behandlung von Patienten mit ALK-positivem, metastasiertem NSCLC zugelassen, die während der Behandlung mit Crizotinib eine Verschlechterung der Erkrankung verzeichneten oder eine Unverträglichkeit gegenüber Crizotinib aufwiesen.

ALUNBRIG erhielt von der FDA die Breakthrough Therapy Designation für die Behandlung von Patienten mit ALK+ NSCLC, deren Tumore gegen Crizotinib resistent sind, und erhielt von der FDA die Orphan Drug Designation für die Behandlung von ALK+ NSCLC, ROS1+ und EGFR+ NSCLC.

Über den ALK-positiven NSCLC

Der nicht-kleinzellige Lungenkrebs (NSCLC) ist die häufigste Form des Lungenkrebses. Auf ihn entfallen etwa 85 % der geschätzten 1,8 Millionen neuen Fälle von Lungenkrebs, die laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr weltweit diagnostiziert werden.1,2 Genetische Studien ergaben Hinweise darauf, dass bei einer Untergruppe von NSCLC-Patienten auch chromosomale Rearrangements mit Auswirkung auf die anaplastische Lymphomkinase (ALK) eine wichtige Rolle spielen.3 Ungefähr drei bis fünf Prozent der Patienten mit metastasiertem NSCLC weisen ein Rearrangement im ALK -Gen auf.4,5,6

Takeda sieht es als seine Aufgabe an, die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zum NSCLC fortzusetzen, um die Lebensqualität der weltweit etwa 40.000 Patienten, bei denen jedes Jahr diese schwere und seltene Form des Lungenkrebses diagnostiziert wird, zu verbessern.7

Takedas Engagement bei Lungenkrebstherapien

Takeda widmet sich der Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten für ALK-positiven NSCLC und EGFR/HER2-Mutanten. Zu unseren umfassenden Studienprogrammen gehören folgende klinischen Studien, die weiterhin auf den ungedeckten Bedarf bei der Versorgung von Lungenkrebspatienten zielen:

ALUNBRIG

  • Phase-1/2-Studie: Prüfung der Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und vorläufigen Antitumorwirkung von ALUNBRIG. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Pivotale Phase-2-Studie ALTA: Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG für zwei Dosierungsschemata bei Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, die Krankheitsprogression unter Crizotinib-Therapie zeigten. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-3-Studie ALTA-1L: globale randomisierte Studie zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG im Vergleich zu Crizotinib bei Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC ohne Vorbehandlung mit einem ALK-Inhibitor. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-2-Studie J-ALTA: einarmige, multizentrische Studie an japanischen Patienten mit ALK-positivem NSCLC mit Schwerpunkt auf Patienten, die eine Krankheitsprogression unter Alectinib-Therapie zeigten. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-2-Studie ALTA 2: weltweit durchgeführte, einarmige Studie zur Prüfung von ALUNBRIG bei Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC, die Krankheitsprogression unter Alectinib- oder Ceritinib-Therapie zeigten. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-3-Studie ALTA 3: weltweit durchgeführte, randomisierte Studie zum Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG gegenüber Alectinib bei Teilnehmern mit ALK-positivem NSCLC, die Krankheitsprogression unter Crizotinib-Therapie zeigten. In diese Studie werden aktuell Patienten aufgenommen.

TAK-788, ein gezielt für EGFR/HER2-Mutationen eingesetzter Inhibitor, wird zurzeit in EGFR Exon 20-Insertionsmutationen untersucht:

  • Phase-1/2-Studie: Prüfung der Sicherheit, Pharmakokinetik und Antitumoraktivität des oralen EGFR/HER2-Inhibitors TAK-788 bei Patienten mit NSCLC. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-2-Studie EXCLAIM: pivotale Verlängerungskohorte der Phase-1/2-Studie zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von TAK-788, 160 mg einmal täglich, bei vorbehandelten Patienten mit EGFR Exon 20 Insertionsmutationen. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-3-Studie EXCLAIM 2: weltweit durchgeführte, randomisierte Studie zur Prüfung der Wirksamkeit von TAK-788 als Erstlinientherapie im Vergleich zu einer platinbasierten Chemotherapie bei therapienaiven Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, deren Tumore EGFR Exon 20-Insertionsmutationen enthalten. In diese Studie werden aktuell Patienten aufgenommen.
  • Phase-1-Studie: offene, multizentrische Dosisfindungsstudie zur Prüfung der Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik von TAK-788 bei japanischen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC. Für diese Studie ist die Patientenaufnahme abgeschlossen.
  • Phase-2-Studie J-EXCLAIM: offene, einarmige Studie zur Prüfung der Wirksamkeit von TAK-788 als Erstlinientherapie bei japanischen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, deren Tumore EGFR Exon 20-Insertionsmutationen enthalten. In diese Studie werden aktuell Patienten aufgenommen.
  • Phase-1-Studie: offene, zweiphasige Studie mit festgelegter Reihenfolge zur Charakterisierung der Arzneimittelwechselwirkung zwischen TAK-788 und entweder einem starken Cytochrom-P-450 (CYP)3A-Inhibitor, Itraconazol (Teil 1) oder einem starken CYP3A-Induktor, Rifampin (Teil 2) bei gesunden erwachsenen Probanden. In diese Studie werden aktuell Patienten aufgenommen.

Zusätzliche Informationen über die klinischen Studien zu ALUNBRIG und TAK-788 finden Sie unter www.clinicaltrials.gov.

ALUNBRIG® (Brigatinib): WICHTIGE EUROPÄISCHE SICHERHEITSINFORMATIONEN

BESONDERE WARNHINWEISE UND VORSICHTSMAßNAHMEN FÜR DEN GEBRAUCH

Unerwünschte pulmonale Reaktionen: Schwere, lebensbedrohliche und tödliche pulmonale Nebenwirkungen, einschließlich solcher mit Merkmalen, die mit ILD/Pneumonitis übereinstimmen, können auftreten. Die meisten pulmonalen Nebenwirkungen wurden innerhalb der ersten 7 Tage der Behandlung beobachtet. Grad 1-2 pulmonale Nebenwirkungen, die mit einer Unterbrechung der Behandlung oder einer Dosisänderung behoben wurden. Ein höheres Alter und ein kürzeres Intervall (weniger als 7 Tage) zwischen der letzten Crizotinib-Dosis und der ersten ALUNBRIG-Dosis waren unabhängig voneinander mit einer erhöhten Rate dieser pulmonalen Nebenwirkungen verbunden. Berücksichtigen Sie diese Faktoren bei der Einleitung der Behandlung mit ALUNBRIG. Einige Patienten erfuhren später bei der Behandlung mit ALUNBRIG eine Pneumonitis. Die Patienten sollten auf neue oder sich verschlechternde Atemwegssymptome (z. B. Dyspnoe, Husten usw.) überwacht werden, insbesondere in der ersten Woche der Behandlung. Hinweise auf eine Pneumonitis bei jedem Patienten mit sich verschlechternden Atemwegssymptomen sollten umgehend untersucht werden. Bei Verdacht auf Pneumonitis sollte die Dosis von ALUNBRIG zurückbehalten und der Patient auf andere Ursachen der Symptome (z.B. Lungenembolie, Tumorprogression und infektiöse Pneumonie) untersucht werden. Die Dosis sollte entsprechend modifiziert werden.

Hypertonie ist aufgetreten. Der Blutdruck sollte während der Behandlung mit ALUNBRIG regelmäßig überwacht werden. Hypertonie sollte nach Standardrichtlinien behandelt werden, um den Blutdruck zu kontrollieren. Die Herzfrequenz sollte bei Patienten engmaschig überwacht werden, wenn die gleichzeitige Einnahme eines Medikaments, von dem bekannt ist, dass es eine Bradykardie verursacht, nicht vermieden werden kann. Bei schwerer Hypertonie (3. oder höheren Grades) sollte die ALUNBRIG-Verabreichung so lange unterbrochen werden, bis die Hypertonie wieder den 1. Grad oder den Ausgangswert erreicht hat. Die Dosis ist entsprechend anzupassen.

Bradykardie ist aufgetreten. Bei der Kombination von ALUNBRIG mit anderen Wirkstoffen, von denen bekannt ist, dass sie Bradykardie verursachen, ist besondere Vorsicht geboten. Herzfrequenz und Blutdruck sind engmaschig zu überwachen. Beim Auftreten einer symptomatischen Bradykardie sollte die Behandlung mit ALUNBRIG unterbrochen werden. Begleitmedikamente, von denen bekannt ist, dass sie Bradykardie verursachen, sind zu prüfen. Nach Abklingen sollte die Dosis entsprechend angepasst werden. Im Fall einer lebensbedrohlichen Bradykardie sollte ALUNBRIG dauerhaft abgesetzt werden, sofern keine auslösende Begleitmedikation identifiziert werden kann, oder im Falle eines Rezidivs. Wenn eine auslösende Begleitmedikation identifiziert werden kann, ist die Dosis entsprechend anzupassen.

Sehstörungen sind während der Behandlung mit ALUNBRIG aufgetreten. Den Patienten ist anzuraten, über alle visuellen Symptome zu berichten. Bei neuen oder sich verschlechternden schweren Sehstörungen sollte eine augenärztliche Beurteilung und eine Dosisreduktion in Betracht gezogen werden.

Erhöhte Kreatinphosphokinase (CPK) wurde berichtet. Patienten ist anzuraten, das Auftreten unerklärlicher Schmerzen, Druckempfindlichkeit oder Schwäche der Muskulatur mitzuteilen. Überwachen Sie die CPK-Werte während der Behandlung regelmäßig. Je nach Schwere der CPK-Erhöhung ist die Behandlung mit ALUNBRIG zu unterbrechen und die Dosis entsprechend anzupassen.

Erhöhte Pankreas-Enzym-Werte: Es wurden erhöhte Amylase- und Lipase-Werte beobachtet. Lipase und Amylase sollten während der Behandlung mit ALUNBRIG regelmäßig überwacht werden. Je nach Schwere der Laboranomalien ist die Behandlung mit ALUNBRIG zu unterbrechen und die Dosis entsprechend anzupassen.

Hepatotoxizität: Erhöhungen der Leberenzyme (Aspartat-Aminotransferase, Alanin-Aminotransferase) und des Bilirubins sind aufgetreten. Die Leberfunktion, einschließlich AST, ALT und Gesamtbilirubin, sollte vor Beginn der ALUNBRIG-Behandlung und dann alle 2 Wochen während der ersten 3 Monate der Behandlung kontrolliert werden. Anschließend sollte die Überwachung in regelmäßigen Abständen erfolgen. Je nach Schwere der Laboranomalien ist die Behandlung mit ALUNBRIG zu unterbrechen und die Dosis entsprechend anzupassen.

Hyperglykämie: Erhöhungen der Serumglukose wurden beobachtet. Die Nüchternserumglukose sollte vor Beginn der ALUNBRIG-Behandlung gemessen und anschließend regelmäßig überwacht werden. Eine antihyperglykämische Behandlung sollte je nach Bedarf eingeleitet oder optimiert werden. Wenn eine adäquate Reduktion der Hyperglykämie bei optimaler medizinischer Behandlung nicht erreicht werden kann, sollte die Behandlung mit ALUNBRIG solange unterbrochen werden, bis eine adäquate Minderung der Hyperglykämie erreicht ist. Nach Normalisierung der Werte kann eine Dosisreduktion in Betracht gezogen oder ALUNBRIG dauerhaft abgesetzt werden.

Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen: Die gleichzeitige Anwendung von ALUNBRIG mit starken CYP3A-Inhibitoren ist zu vermeiden. Wenn die gleichzeitige Einnahme von starken CYP3A-Inhibitoren nicht vermieden werden kann, sollte die Dosis von ALUNBRIG von 180 mg auf 90 mg oder von 90 mg auf 60 mg reduziert werden. Nach Absetzen eines starken CYP3A-Inhibitors sollte ALUNBRIG in der Dosis wieder aufgenommen werden, die vor Anwendungsbeginn des starken CYP3A-Inhibitors toleriert wurde. Die gleichzeitige Anwendung von ALUNBRIG mit starken und moderaten CYP3A-Induktoren sollte vermieden werden.

Fertilität: Frauen im gebärfähigen Alter sollte empfohlen werden, während der Behandlung mit ALUNBRIG und für mindestens 4 Monate nach der letzten Dosis eine wirksame nichthormonale Verhütung zu verwenden. Männern mit weiblichen Partnern im gebärfähigen Alter sollte empfohlen werden, während der Behandlung mit ALUNBRIG und mindestens 3 Monate nach der letzten Dosis von ALUNBRIG wirksam zu verhüten.

Laktose: ALUNBRIG enthält Laktosemonohydrat. Patienten mit seltenen erblichen Störungen im Sinne von Galaktoseintoleranz, vollständigem Laktasemangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten dieses Medikament nicht einnehmen.

NEBENWIRKUNGEN

Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 25 %), die bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten unter dem empfohlenen Dosierungsschema berichtet wurden, waren erhöhte AST, Hyperglykämie, Hyperinsulinämie, Anämie, erhöhte CPK, Übelkeit, erhöhte Lipase, verminderte Lymphozytenzahl, erhöhte ALT, Durchfall, erhöhte Amylase, Müdigkeit, Husten, Kopfschmerzen, erhöhte alkalische Phosphatase, Hypophosphatämie, erhöhte APTT, Ausschlag, Erbrechen, Dyspnoe, Hypertonie, verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen, Myalgie und periphere Neuropathie.

Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen (≥ 2 %), die bei mit ALUNBRIG behandelten Patienten unter dem empfohlenen Dosierungsschema auftraten, ausgenommen Ereignissen im Zusammenhang mit einem Fortschreiten des Neoplasmas, waren Pneumonitis, Lungenentzündung und Dyspnoe.

BESONDERE PATIENTENPOPULATIONEN

Ältere Patienten: Die begrenzten Daten über die Sicherheit und Wirksamkeit von ALUNBRIG bei Patienten im Alter von 65 Jahren und älter deuten darauf hin, dass eine Dosisanpassung bei älteren Patienten nicht erforderlich ist. Für Patienten über 85 Jahre liegen keine Daten vor.

Leberfunktionsstörungen: Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A) oder mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) ist keine Dosisanpassung von ALUNBRIG erforderlich. Eine reduzierte Anfangsdosis von 60 mg einmal täglich während der ersten 7 Tage und anschließend 120 mg einmal täglich wird für Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) empfohlen.

Nierenfunktionsstörungen: Bei Patienten mit leichter oder mäßiger Nierenfunktionsstörung (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) ≥ 30 mL/min) ist keine Dosisanpassung von ALUNBRIG erforderlich. Eine reduzierte Anfangsdosis von 60 mg einmal täglich während der ersten 7 Tage und anschließend 90 mg einmal täglich wird für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (eGFR < 30 mL/min) empfohlen. Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung sollten insbesondere in der ersten Woche auf neue oder sich verschlechternde Atemwegssymptome, die auf ILD/Pneumonitis hinweisen können (z. B. Dyspnoe, Husten usw.), genau überwacht werden.

Kinder und Jugendliche: Die Sicherheit und Wirksamkeit von ALUNBRIG bei Patienten unter 18 Jahren wurde nicht untersucht. Es liegen keine Daten vor.

WICHTIGE SICHERHEITSINFORMATIONEN ZU ALUNBRIG (USA)

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN

Interstitielle Lungenerkrankung (ILD)/Pneumonitis: Schwere, lebensbedrohliche und tödliche Lungennebenwirkungen im Sinne einer interstitiellen Lungenerkrankung (ILD)/Pneumonitis sind unter der Einnahme von ALUNBRIG aufgetreten. In der ALTA-Studie (ALTA) trat eine ILD/Pneumonitis bei 3,7 % der Patienten in der 90-mg-Gruppe (90 mg einmal täglich) und bei 9,1 % der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe (180 mg einmal täglich mit einer 7-tägigen Einleitungsphase mit 90 mg einmal täglich) auf. Die Nebenwirkungen im Sinne einer möglichen ILD/Pneumonitis traten frühzeitig (innerhalb von 9 Tagen nach Einleitung der Behandlung mit ALUNBRIG; medianer Beginn: 2 Tage) bei 6,4 % der Patienten auf, wobei Nebenwirkungen 3. und 4. Grades bei 2,7 % beobachtet wurden. Patienten sind hinsichtlich des Neuauftretens oder der Verschlechterung von Atembeschwerden (z. B. Atemnot, Husten etc.) zu überwachen, insbesondere während der ersten Woche nach Einleitung der Behandlung mit ALUNBRIG. Die Behandlung mit ALUNBRIG ist bei allen Patienten mit neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Atembeschwerden auszusetzen, und eine Abklärung hinsichtlich ILD/Pneumonitis oder anderer Ursachen der Atembeschwerden (z.

Contacts

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+81 (0) 3-3278-2095

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+1-617-444-1419

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