Turbine erhält Seed-Finanzierung in Höhe von 3 Mio. Euro zum Ausbau des Potenzials der Wirkstoffsuche mit Schwerpunkt auf Simulation

  • Ansatz mit Schwerpunkt auf Simulation ermöglicht ein tieferes Verständnis von Krebszellen und unterstützt rationale Entscheidungen, um neue Behandlungsmöglichkeiten zu erschließen
  • Mithilfe der ersten institutionellen Finanzierung des Unternehmens wird der Workflow in allen Phasen der Wirkstoffsuche ausgebaut

 

LONDON & BUDAPEST, Ungarn–(BUSINESS WIRE)–Turbine, ein Unternehmen für die simulationsbasierte Wirkstoffsuche, gab heute den Abschluss einer von Delin Ventures geleiteten institutionellen Finanzierungsrunde bekannt. Mit der Seed-Finanzierung wird der fehleranfällige Prozess der Suche nach Wirkstoffen in der Onkologie in verschiedene rationale Schritte umgestaltet, unterstützt durch das proprietäre Modell menschlicher Zellen und die Simulationsplattform von Turbine.

Mit den Mitteln der ersten institutionelle Finanzierungsrunde des Unternehmens in Höhe von 3 Mio. Euro wird der rationale, simulationsbasierte Workflow der Wirkstoffsuche auf alle Phasen der Wirkstoffsuche, von der Forschung bis zum Lebenszyklusmanagement, ausgedehnt. An der Spitze der Runde stand der im Bereich Bioinformatik tätige Venture-Fonds Delin Ventures mit Beteiligung von Angel-Investoren für die Anschlussfinanzierung wie den Gesundheitstechnologie-Veteranen Esther Dyson, Vishal Gulati und Atlantic Labs. Neu dazugekommen ist o2h Ventures, der den ersten britischen „Seed und Enterprise Investment Scheme“-Fonds zur Unterstützung von Biotechnologieunternehmen in der Frühphase aufgelegt hat. Alan Barge, ehemaliger VP und Head of Oncology Therapy Area bei AstraZeneca und Partner bei Delin Ventures, tritt nun in den Board of Directors von Turbine ein.

Turbine wurde aus der Einsicht gegründet, dass ein Computermodell der menschlichen Zellbiologie die Wirkstoffsuche ebenso rationalisieren würde, wie die computergestützte Planung die Architektur revolutioniert hat. Auf Grundlage einer Dekade der Forschung haben die Biologen, Bioinformatiker, Datenwissenschaftler und KI-Ingenieure von Turbine die simulierte Zelle erschaffen. Diese Plattform besteht aus einem dynamischen Computermodell der menschlichen Zelle und der zugrunde liegenden Simulationstechnologie, um den intelligentesten Weg zu neuen Zielmolekülen, Biomarkern und Kombinationstherapien zu finden. Im Gegensatz zu anderen Lösungen in der Wirkstoffsuche erklärt die simulierte Zelle die Reaktion von Krebszellen auf Medikamente auf mechanistischer Ebene. Das 50-köpfige Team hat zudem kürzlich sein erstes simulationsbasiertes Programm für die Wirkstoffsuche rund um die DNA-Reparatur (DNA Damage Repair, DDR) ins Leben gerufen.

Für die Entwicklung lebensrettender Therapien für Krebspatienten benötigen Pharmaunternehmen beträchtliche Finanzinvestitionen, Zeit und Sachverstand, jedoch scheitern immer noch 96,6% der neuen Krebsmedikamente in klinischen Studien1. Viele dieser Misserfolge sind auf die unglaubliche Komplexität der Biologie zurückzuführen. Mithilfe aktueller Labormethoden kann nur unzureichend nachvollzogen werden, wie und warum Krebszellen auf Medikamente reagieren. Turbine ist der Ansicht, dass die Beschränkung auf wirkliche Neuheiten die Erfolgsrate überall dort, wo die Wirkstoffsuche aktuell noch scheitert, verbessern kann.

Szabolcs Nagy, CEO von Turbine, führte aus: „In den letzten Jahren haben wir den Suchprozess nach Krebsmedikamenten führender Pharmaunternehmen begleitet, sodass wir unsere Kompetenzen mit Schwerpunkt auf der Simulation stärken konnten. Unserer Ansicht nach haben unsere Methoden das Potenzial, den derzeitigen Ansatz von Versuch und Irrtum bei der Wirkstoffsuche in einen von rationalen Entscheidungen geprägten iterativen Prozess zu verwandeln, der schneller zu besseren Medikamenten führt.“ Viele der In-silico-Vorhersagen für Pharmapartner des Budapester Teams befinden sich inzwischen in der klinischen Validierungsphase.

Alan Barge, ehemaliger VP und Head of Oncology Therapy Area bei AstraZeneca, Partner bei Delin Ventures und Non-Executive Director bei Turbine, kommentierte: „Die Fähigkeit von Turbine, zunächst komplexe biologische Probleme zu modellieren und zu simulieren und dann auf der Grundlage eines tiefen Verständnisses des Problems über die Weiterentwicklung von Arzneimitteln zu entscheiden, hat uns sehr beeindruckt. Dieser Ideenreichtum ist fest in der DNA des Teams verankert. Es hat bei der Entwicklung und Validierung der Plattform, die sich auf Erlöse aus Branchenkooperationen stützt, einen weiten Weg zurückgelegt und ist in wenigen Monaten zu einer vielversprechenden In-vitro-Validierung des Programms DDR zur Wirkstoffsuche mit Schwerpunkt auf Simulation gelangt. Wir freuen uns darauf, dieses talentierte Team in seiner nächsten Entwicklungsphase zu unterstützen.“

Quelle: [1] Wong, C., Siah, K. and Lo, A. (2018). Estimation of clinical trial success rates and related parameters. Biostatistics, 20(2), pp.273-286. https://doi.org/10.1093/biostatistics/kxx069

Weitere Informationen über die einzigartige Herangehensweise von Turbine an die Wirkstoffsuche finden Sie unter https://turbine.ai/

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