Umfrage von Sermo offenbart, dass neue Lungen- und Brustkrebsforschung von Onkologen der diesjährigen ASCO-Konferenz als am interessantesten eingestuft wird

Onkologen berichten auch, dass in ihren Praxen weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden, was die Angst vor unentdeckten Krebserkrankungen bei Patienten schürt

NEW YORK–(BUSINESS WIRE)–Eine neue Umfrage von Sermo, einer Online-Community, die vorrangig von Ärzten genutzt wird und führend im Bereich globaler Einblicke durch Gesundheitsfachkräfte ist, ergab passend zur jährlichen Konferenz der American Society of Clinical Oncology (ASCO), dass fast die Hälfte (47 %) der teilnehmenden Onkologen am meisten an neuen Daten interessiert ist, die über Lungenkrebs präsentiert werden. Danach folgt ein ähnlich hohes Interesse an neuen Daten über Brustkrebs, das von 44 % der befragten Onkologen angegeben wurde. Darüber hinaus gaben 54 % der befragten Onkologen/Hämatologen an, dass sie am meisten darauf gespannt sind, etwas über die Behandlung mit tumorgerichteten Antikörpern zu erfahren.

Im Vorfeld der ASCO-Jahrestagung sind neue Krebsforschungen und Innovationen der Hauptgrund für die Teilnahme der befragten Onkologen/Hämatologen an der diesjährigen Konferenz (59 %). Die Art der Teilnahme sieht für viele Onkologen jedoch anders aus, denn nur 18 % der befragten Onkologen/Hämatologen gaben an, die ASCO in diesem Jahr persönlich zu besuchen.

Ein Einblick in die negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Krebsversorgung weltweit

Onkologen sind besorgt darüber, wie sich die Pandemie auf aktuelle und potenzielle künftige Krebspatienten ausgewirkt hat. Mehr als drei Viertel (76 %) der befragten Onkologen/Hämatologen gaben an, dass Patienten in ihrer Praxis aufgrund der Pandemie Termine und Behandlungen verschoben haben. Ebenfalls besorgniserregend für viele Onkologen/Hämatologen ist, dass mehr als die Hälfte (52 %) der Befragten angaben, in ihrer Praxis sei die Zahl der Krebsvorsorgeuntersuchungen zurückgegangen. Am häufigsten berichteten sie von einem Rückgang der Mammographie-Untersuchungen (74 %) und der Koloskopie (70 %).

„Ich habe meinen eigenen Kampf gegen den Krebs auf dem Höhepunkt von Covid überlebt, nachdem ich durch ein Screening herausgefunden hatte, dass ich akute myeloische Leukämie hatte. Daher liegt mir dieses Thema sehr am Herzen“, sagte Peter Kirk, CEO von Sermo. „Diese Umfrage zeigt, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben, um in Sachen Prävention und Krebsbehandlung zur ‚Normalität‘ zurückzukehren, und Veranstaltungen wie die ASCO sind von entscheidender Bedeutung, um die höchsten Behandlungsstandards und neue Innovationen im Kampf gegen den Krebs weltweit zu fördern.“

Weitere Bedenken der Onkologen hinsichtlich der Auswirkungen der Pandemie auf die Patienten in ihrer Praxis waren folgende:

  • Die Hälfte der befragten Onkologen/Hämatologen (51 %) gab an, dass sich Krebspatienten in ihrer Praxis „zurückgelassen“ fühlten, da die Städte sich beeilten, zur Normalität zurückzukehren.
  • Long Covid ist ein erhebliches Problem für Krebspatienten, die zuvor infiziert waren. Zwei Drittel (66 %) der befragten Onkologen/Hämatologen gaben an, dass Krebspatienten, die sie in ihrer Praxis behandeln und die bereits infiziert waren, mit Long Covid Probleme haben.
  • Die Mehrheit der befragten Onkologen/Hämatologen (89 %) empfiehlt denjenigen Patienten in ihrer Praxis, die dafür in Frage kommen, eine zweite Auffrischungsimpfung.

Diese Umfrage wurde im Rahmen des laufenden Real Time Barometers von Sermo als Sonderausgabe anlässlich der jährlichen ASCO-Konferenz durchgeführt. An der Umfrage nahmen mehr als 300 Onkologen und Onkologen/Hämatologen in den USA und der EU5 zwischen dem 27. April und 6. Mai 2022 teil. Weitere Ergebnisse des aktuellen Real Time Barometers von Sermo finden Sie unter app.sermo.com/covid19-barometer.

Über Sermo:

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